Kirche im Dorf

Die Kirchengemeinde St. Petri Emmerstedt umfasst drei Teilsiedlungen. Dies sind das gewachsene Dorf mit Dorfkern, sowie ältere und jüngere „Neubaugebietene“, der Ortsteil Windmühlenberg und – nur mit geringer Einwohnerzahl – das Industriegebiet Otto-von-Guericke-Straße. Als Stadtteil von Helmstedt hat sich Emmerstedt seine ausgeprägte eigene dörfliche Identität erhalten. Das Vereinsleben hat eine wichtige Bedeutung für das dörfliche Zusammenleben und die Kirchengemeinde ist in das Vereinsleben integriert. Die Kirchengemeinde St. Petri Emmerstedt versteht sich als „Kirche im Dorf“, öffnet seine Tore auch für Gruppen ohne primär christlichen Anspruch – und versucht denselben jedoch aus Überzeugung und glaubhaft vorzuleben.

Der Ort unterscheidet sich in einigen Punkten vom Durchschnitt des Landkreises. Durch die seit Jahrzehnten stattfindende Ausschreibung von Neubaugebieten ist die Altersstruktur sehr viel günstiger. In den vergangenen 20 Jahren seit der Friedlichen Revolution 1989/90 haben sich aufgrund der Nähe zur Landesgrenze, der ehemaligen innerdeutschen Grenze, mehrere Familien angesiedelt, deren Hauptverdiener in Sachsen-Anhalt arbeiten. Der Ausländeranteil ist gering, die Zahl der Moslems ist sehr klein.

Die wirtschaftliche Struktur ist geprägt von der Nähe zum VW-Werk in Wolfsburg, daneben gibt es in Emmerstedt einige Handwerksbetriebe (Designer, Elektriker, Baugeschäft, Maler, Schmiede, Friseure, Floristik u.a.) sowie die notwendigen Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs (Bäcker, Schlachter, Drogeriemarkt, Kiosk etc.). Die Auflösungen der Bank- und der Postfilialen führten – ähnlich der allgemeinen Situation im Landkreis – zu deutlichen Einschränkungen (Bankautomat).

Von den ca. 2400 Einwohnern sind 1350 evangelisch-lutherisch und 200 römisch-katholisch, Freie evangelische Gemeinden spielen keine Rolle, hingegen gibt es einige Mitglieder der neuapostolischen Kirche. Das restliche Drittel der Emmerstedter ist aus der Kirche ausgetreten bzw. ist nicht getauft, hierunter einige aus den Neuen Bundesländern Zugezogene.